50', Servus TV, 2012

Buch und Regie: Annette Baumeister
Kamera: Roland Dietl, Tom Mandl, Irmin Kerck (Flugaufnahmen)
Ton: Thomas Knaur, Regina Stranninger
Schnitt: Marek Weinhold, Gunther Kreis
Maske: Jenny Popova; Requisite/Kostüm: Daniela Juckel
Produktion: Nikolaus Strobl, Judith Eberth
Produzent: Florian Hartung
Redaktion: Walter-Maria Seitz-Krautsdorfer


Wilderer: Der Schwarze Peter

Admont in der österreichischen Steiermark 1914. Am Abend des 5. April eilt Stiftspfarrer Peislinger ins Steiner-Gut nach Aigen. Schichtmeister Andreas Rodlauer liegt im Sterben, er will die letzte Ölung haben und seine Beichte ablegen. Der 83-Jährige ist angesehen und beliebt im Ort, ein rechtschaffener Mann. Was er in diesen Stunden im Beisein seiner Frau und den Töchtern erzählt, will keiner glauben. Er sei der „Schwarze Peter", der verwegene Wilderer der im 19. Jahrhundert die Obrigkeit narrte und auf dem legendären Peternpfad die Nordwand des Hochtor bezwang. Zum Beweis übergibt er ein penibel geführtes Abschussbüchlein. Am Tag darauf stirbt er. Hat dieser einfache Forstangestellte über Jahrzehnte die Grafen, Mönche und Jäger genarrt, Gamsen gewildert und Wildbret erbeutet? Bis heute erzählen sich die Menschen im Gesäuse die Geschichte von Schwarzen Peter. Mit der erlegten Gams auf der Schulter schlupfte er durch Felsritzen, überwand Steilwände und tauchte auf der anderen Bergseite wieder auf. Wer verbirgt sich hinter der geheimnisvollen Gestalt des „Schwarzen Peter“? Wie konnte es ihm gelingen, wie fand er einen Weg durch die Nordwand des „Hochtor“? Ist tatsächlich Andreas Rodlauer der sagenhafte Wildschütze und Eroberer des Gesäuses? Die Dokumentation rekonstruiert die mythenhafte Geschichte und taucht mit spektakulären Aufnahmen, Archivmaterialien, Interviews und Inszenierungen ein in eine alte, längst vergangene Alpenwelt.
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