Ku'damm 56. Die Dokumentation

Die begleitende Dokumentation zum dreiteiligen Fernsehfilm "Ku'damm 56" richtet den Blick auf Lebenswelten der 50er Jahre.

Mit realen persönlichen Schicksalen - analog zum Film - hält die Dokumentation der Gesellschaft Mitte der 50er Jahre den Spiegel vor, als der schöne Schein der Aufbauzeit vielerorts manch finstere Schatten der Vergangenheit überstrahlte.

Zehn Jahre sind vergangen seit dem Krieg, den NS-Verbrechen, der braunen Diktatur. Und doch ist die Welt inzwischen eine völlig andere, eine neu geordnete, geteilte. Der Riss geht mitten durch Europa. In Berlin ist die Spaltung besonders spürbar.

Der Fernsehfilm "Ku'damm 56" fängt die Atmosphäre jener Zeit ein, lässt die Zuschauer mit dem Schicksal einer Familie in die Jahre der Gegensätze und des neuen Aufbruchs eintauchen. Dass die Lebensgefühle, Zerwürfnisse, aber auch Hoffnungen der Film-Familie Schöllack keineswegs nur der Fantasie der Autoren entsprungen sind, zeigt Heike Nelsen-Minkenberg in ihrer begleitenden Dokumentation.

Sie erzählt die Lebensgeschichte von Menschen, deren Werdegang eng mit diesen Jahren verknüpft ist. Wie Rolf Eden, Playboy und Party-Legende des alten West-Berlin. Als Kind mit seinen Eltern vor der Judenverfolgung nach Palästina geflohen, kehrt er 1956 nach Berlin zurück. Ecke Ku'damm, Nestor-Straße - dort eröffnet er seinen ersten Club, den bald legendären "Eden Saloon".

Geschichte

45 min, ZDF

2016

  • Buch: Heike Nelsen, Florian Hartung
  • Regie: Heike Nelsen
  • Producer: Stephen Maier
  • Kamera: Benedict Sicheneder
  • Ton: Bianka Schulze
  • Schnitt: Robert Handrick
  • Grafik/Animation: Thomas Degel
  • Produktionskoordination: Marie-Kristin Wolff
  • Produktionsleitung: Carola Urlich (ZDF)
  • Herstellungsleitung: Sascha Lienert
  • Produzent/-in: Florian Hartung